Das Wissens-Handlungs-Gefüge

Für eine pragmatische Politik des Wissens

In Uncategorized by gerkoegert

Pragmatisch gesehen ist Wissen in der Krise. Zumindest wissenschaftliches Wissen. Spätestens seit dem zunehmenden Bewusstsein der menschengemachten Klimakatastrophe wissen wir: Obwohl ein Fakt bekannt ist – er gewusst wird – kann dieses Wissen völlig wirkungslos bleiben. Dabei geht es in vielen Situationen nicht darum Wissen zu leugnen (ausgenommen natürlich die Klimaleugner*innen, um die es hier aber nicht gehen soll), sondern darum, dass Menschen, die die Klimakatastrophe als Wissensbestand annehmen, aber trotzdem so handeln, als ob dieses Wissen nicht existieren würde. Man könnte bei diesen Phänomenen sagen, das Band, das Wissen und Handeln verbindet, ist gerissen. Psychologen nennen dies die Einstellungs-Verhaltens-Lücke („Value-Action-Gap“).1 Oder ist das Problem tiefgehender? Ist mehr als nur das Verhältnis des Wissens zu seiner Anwendung problematisch geworden? Liegt die Frage der Handlung im Wissen selbst? Nun könnte man Wissen durchaus so definieren, dass, wenn seine Argumentationsstrukturen stimmen, seine Beweisführung nachvollziehbar und seine Aussagen kohärent sind, das Wissen intakt ist und keine Krise zu spüren ist. Doch ist solch eine Definition von Wissen in Bezug auf die Klimakatastrophe noch relevant? Wie sähe ein Wissen aus, das gerade nicht von dem Bereich des Handelns abgekoppelt ist, dass vielmehr den Handlungen innewohnt – ein Wissen der Handlungen ebenso wie ein handelndes Wissen?

Während die pragmatische Krise des Wissens anhand der Klimakatastrophe aktuell am deutlichsten hervortritt, ist sie zugleich auch der Bereich, in dem andere Formen von Wissen entstehen. So geht beispielsweise die Ausstellung Soil is an inscribed Body (2019, Savvy Contemporary, Berlin) einer Agropoetik nach, die jenes Wissen der Handlungen erforscht, das den Agrotechniken immanent ist. Im Zusammenwirken von klimatischen Katastrophen, kolonialer Ausbeutung durch internationale Agrarkonzerne und dekolonialen Kämpfen wird die Bearbeitung der Erde zu umkämpften Handlungen des Wissens. Die Kurator*innen der Ausstellung – Elena Agudio und Marleen Boschen – sehen im “agropoetischen Denken und Handeln [einen] Akt der Manifestation von Heilung und Reparatur angesichts der ökologischen, patriarchalischen Gewalt und der militarisierten Landwirtschaft. Der Boden als die verletzliche Haut der Erde kann sowohl ein Geotrauma enthalten als auch auf die Möglichkeit einer kollektiven Pflege, Heilung und Lebensweise hinweisen.”2 Wissen ist hier nicht einfach das Wissen über die Veränderungen, die mit der Klimakatastrophe einhergehen, es ist ein veränderndes Wissen bzw. ein Wissen, das gerade in der Bearbeitung und Veränderung der Erde hergestellt wird.

In der Ausstellung Critical Care. Architektur für einen Planeten in der Krise (2019, Architekturzentrum Wien) wird diesem auf Veränderung und damit in die Zukunft gerichteten Wissen der Agropoetik als ein Wissen der Planung und des Entwerfens in einem ganz anderen Bereich nachgegangen. Die Kuratorinnen sehen gerade im architektonischen Entwerfen und Bauen jene Praktik der Sorge, die durch den „Planeten in der Krise“ entstehen. Bei dieser „Architektur als Sorge“, wie es Elke Krasny, eine der Kuratorinnen formuliert, geht es gerade nicht darum, sich mittels des Bauens unabhängig von der Welt zu machen, sondern die Verwoben aufzunehmen und aus diesen Abhängigkeiten Möglichkeiten zu kreieren, auf die aktuellen Herausforderungen der Klimakatastrophe zu reagieren.3 Architektur wird hier als ein sich im Planen und Entwerfen artikulierenden Wissen und Handeln gezeigt. Dies ist nicht die bauliche Verwirklichung bestehender Konzepte, sondern das Produzieren von Wissen im Planen und Handeln im Dialog mit den ökologischen Veränderungen.

Beide Ausstellungen lassen sich als ganz unterschiedliche Artikulationen eines anderen Wissens verstehen, das gerade nicht zwischen Wissen und Anwendung unterscheidet (eine Unterteilung, die immer mit einer Unterordnung der Anwendung unter das Wissen einhergeht). Vielmehr artikuliert sich das andere Wissen in einem Wissens-Handlungs-Gefüge – einer Ökologie der Praktiken (Stengers) – als abduktive Wissenstechnik. Auch Jonathan Safran Foer hat in seinem Buch: Wir sind das Klima! Wie wir unseren Planeten schon beim Frühstück retten können (2019) das Verhältnis von Wissen und Handeln zum zentralen Punkt seiner Auseinandersetzungen mit der Klimakatastrophe gemacht. Die Fakten – wie der Fleischkonsum zur CO2 Emission beiträgt – kommen kurz gebündelt erst nach einem Drittel des Buches und umfassen nicht mehr als 27 Seiten. Wichtig ist, so Foer, dass das Wissen über die Klimakatastrophe zu Veränderungen im Handeln führt. Auch Foer erkennt schnell die Krise des bestehenden Wissens. Um dieser Krise zu begegnen, führt er verschiedene sprachliche Hilfskonstruktionen ein: Wir „akzeptieren“ zwar „die Tatsache, dass wir den Planeten zerstören“, können sie aber nicht „glauben“.4

Mit dem „Glauben“ will er gerade jenem Wissen einen Namen geben, das mehr ist als „nur wissen“ (eine etwas verwirrende Wortwahl, da Glaube allzu oft gerade als Bestimmung des Gegenteils von Wissen herhalten musste). Glauben ist Foers Suche nach einem „anderen Wissen“, einem Wissen, dass nicht von unserem Handeln abgetrennt ist – ohne einfach anwendbar zu sein. Denn Handeln und (von ökonomischen Prinzipien geleitete) Anwendbarkeit sind zwei verschiedene Dinge. Auch Foer fragt nach dem Wissen, das pragmatisch in unser Leben eingebunden ist. Dies ist ein Wissen, mit dem und durch das wir leben.

Wie sähe also dieses Wissen als „Glaube“ aus? Wie sähe ein Wissen aus, das sich als Teil unserer Handlungen versteht, ohne diese zu dominieren (Sachzwang) aber auch ohne sich auf der Seite der Einstellung und in Abstand zu unserem Verhältnis auszuruhen?

Oft haben Wissenschaftler*innen mit der Forderung nach Freiheit ihrer Forschung von Anwendung das Band zwischen Wissen und Handeln in Gänze gekappt. Während die Anwendungsfreiheit von Wissen ein wichtiger Wert für eine freie und kritische Wissenschaft ist, so stellt sich die Frage, auf welche Weise Wissen Teil von Handlungssituationen werden kann, ohne dass diese auf Anwendungslogiken reduziert werden.

Bei der Frage nach einer Pragmatik des Wissens – also: wie könnte ein Wissen aussehen, das nicht losgelöst von Handlungen und Handlungsmöglichkeiten existiert? – geht es nicht einfach darum, mittels Vermittlung und Wahrnehmung die Beziehungen zwischen Wissen und Handeln erneut zu knüpfen und die Einstellungs-Verhaltens-Lücke zu füllen. Dies würde das Konzept des Wissens unverändert lassen und lediglich nach seiner Anwendbarkeit fragen. Es geht vielmehr darum, das Wissen selbst als Teil von Handlungen zu verstehen: Das Wissen der Handlungen, wie auch das Wissen als Handlung. In einem Gefüge von Handlungen ist Wissen eine Handlung, die zu anderen Handlungen führt, diese auslöst und beeinflusst. Ein Wissen, das in den Prozessen seiner Produktion wie Rezeption, seiner Bewertung und seiner Zirkulation nicht auf seine Distanz zur Welt, sondern auf deren Veränderung gerichtet ist. Wie Foer beschreibt auch Gilles Deleuze dieses Wissen als Glauben: Der Glaube an die Welt. Dieser Glaube, mit dem sich ähnlich wie bei Foer eine andere Weise des Wissens beschreiben lässt, ist der Glaube daran, dass die Welt veränderbar, und unser Handeln und Wissen wirksam ist, sprich: dass es verändern kann. Dies ist kein Glaube an eine Welt, wie sie ist, sondern an eine, wie sie sein könnte. Wenn Deleuze schreibt, dass der „Glaube an die Welt“ das sei, „was uns am meisten fehlt“, wir „die Welt völlig verloren“ haben und „ihrer beraubt worden“ sind, dann ist dies weniger ein Bekenntnis zur Religion, als zum Pragmatismus.5 Pragmatisches Wissen ist ein Wissen des Handelns. Ausgehend von dem pragmatischen Wahrheitsverständnis, wie es beispielsweise durch William James formuliert wurde, wäre das Verhältnis von Wissen und Handelns nicht einfach eine Frage nach seiner Anwendung, sondern es wäre die Frage nach dem Wissen selbst. „Any idea that helps us to deal, whether practically or intellectually, with either the reality or its belongings, that doesn’t entangle our process in frustrations, that fits, in fact, and adapts our life to the realities whole setting, will agree sufficiently to meet the requirement. It will hold true of that reality.“ 6 Für James bestimmt sich Wissen – die Idee in dem von ihm hier verwendeten Begriff – gerade durch die Wirkungen, die sie auf unser Verhalten hat, wie sie dieses verändert und beeinflusst.  Dabei ist die Kopplung von Wissen an den Akt der Wahrheit selbst pragmatisch geleitet: Pragmatisches Wissen existiert nicht unabhängig von seiner Wahrheit, wobei diese – wie James schreibt – sich durch folgende Fragen bestimmt: „what concrete difference will its being true make in any one’s actual life? How will the truth be realized? What experience will be different from those which would obtain if the belief was false?”7 Wenn Wahrheit ein wesentlicher Bestandteil von Wissen wird, dann sind auch die Handlungen, über die sie sich bestimmt, dem Wissen nicht einfach äußerlich. Wissen ist hier nicht einfach der Grund von Handlungen, sondern selbst Handlung. Darin sieht James auch eines der vielen Missverständnis des Pragmatismus, wenn er beklagt, dass Pragmatismus lediglich als „Ruf nach Handlungen“ verstanden würde.8 Zwar ist der Ruf nach Handlungen ein Teil pragmatischen Wissen und deren Wahrheit, doch bestimmt das Handeln pragmatisches Wissen auf so radikale Weise, dass sie zu einer Veränderung des Verständnisses von Wissen und Wahrheit selbst führen. Darin liegt die pragmatische Pointe.

Ein pragmatischer Wissensbegriff situiert Wissen nicht ober- oder unterhalb von Handlungen, sondern beschreibt ein Wissens-Handlungs-Gefüge, in dem Wissen und Handeln nicht linear verknüpft sind, sondern sich verschiedenen Formen des Wissens (explizit, implizit) mit zahlreichen Handlungen und Handlungsmöglichkeiten verknüpft. So wie Wissen hier das implizite Wissen von Handlungen umfasst, ist auch das explizite Wissen selbst Handlung, es ist Teil eines Handlungsgefüges, das über die Grenzen des Expliziten hinausgeht.

Auf den Glauben zurückkommend, der von der Veränderbarkeit ausgeht, ist nochmal hervorzuheben, dass weder Wissen Handeln abbildet noch das Handeln der Ausdruck von Wissen ist. Wissen – im pragmatischen Sinne – treibt Handeln über sich selbst hinaus, sowie auch Handeln immer mehr als das Wissen ist und neue Handlungsmöglichkeiten in actu denk- (und erfahr)bar macht. Das Wissen-Handlungs-Gefüge reicht somit immer auch in die Zukunft und ist nicht auf das aktuell Gegebene zu reduzieren. Die Verknüpfungen von Handeln und Wissen sind dabei nicht einfach zufällig, sondern durch die je spezifische Situation bestimmt. Wenn Wissen effektiv handelt, bedeutet das, dass es in seiner Situation Effekte erzeugt. Effektivität ist dabei immer nur in Bezug auf die Situation und niemals gemessen an allgemeinen Werten (beispielsweise dem kapitalistischen Wert der Effizienz) zu bestimmen. Wie diese Effekte bewertet werden und worauf sich zukünftige Handlungen richten ist zentraler Bestandteil seiner pragmatischen Politik. Es ist eine Politik der Sorge. Diese Sorge kann sich dabei – um ein Beispiel Maria Puig de la Bellacasas aufzunehmen – entweder auf den SUV und seinen Bestand, genügend Diesel und Straßen richten, oder sie richtet ihre „Aufmerksamkeit  und  Besorgnis  [auf]  diejenigen,  die  durch  ein Gefüge geschädigt werden können, deren Stimmen aber weniger geschätzt werden, ebenso wie ihre Anliegen und Bedürfnisse nach Sorge – zum Beispiel Bäume und Blumen, Babys im Kinderwagen, deren Nasen sich auf der Höhe der Auspuffrohre der Geländewagen befinden, Radfahrer oder ältere Menschen.“9 Sorge und das Wissens-Handlungs-Gefüge sind, so wird an diesem Beispiel deutlich, niemals einfach gegeben, sondern selbst Weisen eines politischen Agierens. Dabei ist weder die Wahrheit noch die Politik von Wissen einfach zu bestimmen, gerade dann, wenn ihre Handlungen Teil dieser Bestimmung sind. Selbst wenn man, wie im Fall der Klimakatastrophe, eine Wahrheit von Fakten annimmt, ist die Wahrheit der Handlungen – welche Wirkungen durch was erzeugt werden und wer dabei handeln muss – vielfältig.10 Die Verknüpfungen von Wissen (impliziten und expliziten) und Handlungen können vielfältig sein; jedoch, und dies wäre pragmatischen Wissen wesentlich, wären diese beiden Bereiche nicht getrennt. Denn nicht die Handlung (im Sinne der Anwendung), sondern die Abtrennung von Wissen und Handeln ist Teil einer Politik, die auf der Trennung von Wissenschaft und Politik basiert. Nur so lassen sich Handlungen durch andere (nationalstaatliche, ökonomische) Interessen lenken, während Wissen abgekoppelt (und ‚intakt‘) in seinem Bereich verbleiben kann. In Form der Einstellungs-Verhaltens-Lücke wird diese Logik in die Wahrnehmens- und Denkweisen eingeschrieben, verfestigt sich in diesen und macht die Trennung von Wissen und Handeln zu einer Weise der Subjektivierung als autonom und selbstbestimmt agierende Existenz.

Für Wissenschaftler*innen wie für Künstler*innen bedeutet dies, jenen Glauben an die Welt zurückzugewinnen, indem sie beginnen ihre eigenen Tätigkeiten als Teil dieser Wissens-Handlungs-Gefüge zu verstehen, in denen das eigenen Handeln Effekte zeugt, neue Handlungen evoziert und so zu einem politischen Wissen wird, das sich nicht auf die reine Kritik der Umstände und das Erwarten der Katastrophe zurückziehen kann. Dieses pragmatische Wissen ist weder ein Wissen über den desaströsen Zustand der Welt, wie sie ist, noch ein Wissen, das seine eigenen Effekte in Bezug auf der von ihm erforschten kommenden Katastrophe negiert. Dies ist das Wissen verändernder Handlungen und das Wissen als verändernde Handlung. Es geht von seinen Effekten aus und impliziert die Möglichkeit, dass die Dinge auch anders sein könnten. Die Praktiken der Sorge, der Planung, des Landbaus etc. werden hier als Wissens-Handlungs-Gefüge der gegenwärtigen und bevorstehenden Katastrophen behandelt, denen ein pragmatisches Wissen immanent ist, das als Antwort auf die eingangs konstatierte Krise des Wissens (und der Welt) zu verstehen ist.

Fussnoten

  1. Zum Value-Action-Gap: James Blake (1999): „Overcoming the ‘value‐action gap’ in environmental policy: Tensions between national policy and local experience“, in: Local Environment 4, Nr. 3, S. 257–278.
  2. Elena Agudio,und Marleen Boschen (2020): „Soil is an Inscribed Body. On Sovereignty and Agropoetics“, in: dies. und Lorenzo Sandoval. (Hrsg.): Agropoetics. Reader. Berlin: The Institute for Endotic Research, S. 10–22, hier S. 19 (Übers. G.E.)
  3. Elke Krasny (2019): “Architecture and Care”, in: dies., Angelika Fitz und Architekturzentrum Wien (Hrsg.): Critical Care. Architecture and Urbanism for a Broken Planet. Cambridge (MA) und London: MIT Press, S. 33-41, hier S. 40-41.
  4. Jonathan Safran Foer (2019): Wir sind das Klima! Wie wir unseren Planeten schon beim Frühstück retten können. Köln: Kiepenheuer & Witsch, S. 31, Herv. i.O.
  5. Gilles Deleuze (1993): „Kontrolle und Werden“, in: ders. Unterhandlungen 1972–1990. Frankfurt a.M.: Suhrkamp, S. 243–235, hier S. 253. In Das Zeit-Bild. Kino 2 verweist Deleuze auf die Philosophiegeschichtliche Verhandlung des Problems von Wissen und Glauben. Bei der Ersetzung des Wissens durch Glauben, richtet sich dieser „nicht auf eine andere Welt, sondern auf diese: der Glaube […] gibt uns den Menschen und die Welt zurück. (Gilles Deleuze (1997): Das Zeit-Bild. Kino 2. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.: 402, FN 33).
  6. William James (1921): „Pragmatism’s Conception of Truth”, in: ders. Pragmatism. A New Name for Some Old Forms of Thinking. New York u.a.: Longmans, Green and Co, S. 197–236, hier S. 213, Herv. i. O.
  7. William James (1921): „Pragmatism’s Conception of Truth”, in: ders. Pragmatism. A New Name for Some Old Forms of Thinking. New York u.a.: Longmans, Green and Co, S. 197–236, hier S. 200.
  8. William James (2006): „Die pragmatistische Darstellung der Wahrheit und ihre Fehldeutung“, in: ders. Pragmatismus und radikaler Empirismus. Frankfurt a.M.: Suhrkamp, S. 117–138, hier S. 119.
  9. Maria Puig de la Bellacasa, (2017): „Ein Gefüge vernachlässigter ‚Dinge‘“, in: Tobias Bärtsch, et al. (Hg.): Ökologien der Sorge. Wien u.a.: Transversal Texts, S. 137-188, S. 158-159.
  10. Natürlich ist der Klimawandel auch zu leugnen. Doch dies wäre keine Frage eines anderen Wissens, sondern eine ganz andere Frage. In diesen Fällen gibt es keine Einstellungs-Verhalten-Lücke und der Pragmatismus des Wissens verfällt in den Funktionalismus der gegebenen Verhältnisse, ohne Möglichkeiten der Veränderung einzubeziehen.